Herbstlaub sinnvoll nutzen und richtig entsorgen

Wenn sich im Herbst die Blätter im Garten sammeln, stellt sich für viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer die Frage nach der richtigen Entsorgung. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass Laub weder in die Restmülltonne gehört noch in größeren Mengen über die Biotonne entsorgt werden sollte, da deren Fassungsvermögen begrenzt ist. Je nach Gemeinde besteht die Möglichkeit, das Herbstlaub auf Wertstoffhöfen über die Grünabfallsammlung abzugeben. Eine Entsorgung im Wald ist dagegen nicht erlaubt und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Damit soll verhindert werden, dass die natürliche Pflanzenvielfalt an Waldrändern durch eingebrachtes Gartenlaub beeinträchtigt wird.
Statt das Laub vollständig zu beseitigen, lässt es sich im eigenen Garten ökologisch sinnvoll einsetzen. An windgeschützten Stellen aufgehäuft, bietet es zahlreichen Kleintieren einen geschützten Rückzugsort für den Winter. Auch auf Beeten kann eine Laubschicht nützlich sein: Sie hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten, schützt vor den Folgen starker Früh- und Spätfröste und unterstützt das Bodenleben. Dabei sollte die Laubdecke jedoch nicht zu dick ausfallen, damit die Blätter nicht zu faulen beginnen.
Auf dem Rasen sollte herabgefallenes Laub hingegen zeitnah entfernt werden. Insbesondere feuchte Blätter, die über längere Zeit auf der Grasfläche liegen bleiben, können dazu führen, dass das Gras abstirbt und unschöne kahle oder verfärbte Stellen entstehen.
Eine weitere Möglichkeit, Herbstlaub sinnvoll zu verwerten, ist die Kompostierung. Bei schwer verrottbaren Blättern, beispielsweise von Walnuss, Eiche, Kastanie oder Pappel, empfiehlt es sich, diese vorab zu zerkleinern. Die Zugabe von Kalk kann den Zersetzungsprozess zusätzlich unterstützen. Insgesamt sollte Laub jedoch höchstens etwa ein Fünftel des Kompostmaterials ausmachen. Für eine ausgewogene Mischung bietet es sich an, weitere organische Gartenabfälle wie den letzten Rasenschnitt, abgeschnittene Stauden oder kleine Zweige beizumischen. Unter geeigneten Bedingungen entsteht daraus innerhalb eines Jahres nährstoffreicher Kompost, der anschließend im Garten eingesetzt werden kann.
Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 29.10.2026