Bürorganisation

4 Beiträge auf dieser Seite

  • Lieblingsplatz Agrarbüro: 5 einfache Ideen zum Ausprobieren
  • Erntezeit: So bleibt das Büro gut organisiert
  • Der leere Schreibtisch – Mythos oder machbar?
  • Aufräumen nach 5 A – Wirkungen und Nebenwirkungen

Lieblingsplatz Agrarbüro: 5 einfache Ideen zum Ausprobieren

29.10.206

Sowohl für Chefin und Chef als auch für Mitarbeitende gilt: Eine angenehme Arbeitsumgebung kann die Produktivität steigern und das Wohlbefinden fördern. Einfache Veränderungen, haben oft große Wirkung. Fangen Sie am besten schon heute mit einer Veränderung an. Machen Sie Ihren Büro-Arbeitsplatz zu Ihrem Lieblingsplatz! 
Hier sind einige praxisnahe Ideen, wie Sie Ihr Agrarbüro angenehm und motivierend gestalten können:

1. Persönliches
Hängen Sie ein Bild auf, das Ihnen besonders gut gefällt – vielleicht ein Urlaubsfoto, eine beruhigende oder anregende Landschaft oder ein Cartoon, der Sie zum Schmunzeln bringt. In einem schönen Rahmen wird es zum Blickfang und sorgt für gute Stimmung.

2. Aufgeräumtes
Beim Thema „Aufräumen“ scheiden sich die Geister. Die einen halten das Aufräumen für die beste Methode zur Steigerung von Effizienz und Wohlbefinden. Die anderen sehen darin keinen Sinn. Da hat wohl jeder seine eigene Wahrheit. Ganz wegzudenken sind die Vorteile eines aufgeräumten Büros jedoch nicht.

Vier Beispiele - wählen Sie für heute eins aus und setzen Sie die kleine Aufräumaktion um:

  • Einen Stapel auf dem Schreibtisch auflösen – Zettel wegwerfen, im Zielordner abheften, erledigen oder an jemanden weiterleiten, der die Aufgabe auch erledigen kann. 
  • Kritisch auf den vollen Schreibtisch blicken und mindestens 3 Gegenstände, die nicht für die tägliche Büroarbeit gebraucht werden, entsorgen oder dort hinbringen, wo sie gebraucht werden.
  • Einige alte Broschüren, Ratgeber, Verzeichnisse, Infobriefe und Zeitschriften, die nicht mehr gebraucht oder gelesen werden, ins Altpapier bringen.
  • Eine Schreibtisch-Schublade aufräumen und mindestens 3 kleine Utensilien, die nicht gebraucht werden, entsorgen oder woanders platzieren, wo sie (wirklich!) gebraucht werden.

3. Erfreuliches 
Ein hochwertiger Kugelschreiber, verschiedenfarbige Textmarker und Buntstifte oder auch eine neue Kaffeemaschine und schöne Tassen können den Arbeitsalltag angenehmer machen. Überlegen Sie, was Ihnen fehlt und werten Sie Ihr Büro auf. 

4. Überblickendes
Ein Jahresplaner an der Wand hilft Ihnen, wichtige Termine wie Urlaube, Seminare oder Unternehmertage im Blick zu haben. So behalten Sie die Übersicht und können besser planen. Alle Beteiligten sind über wichtige Termine, zum Beispiel Tagungen, Events oder Messen, informiert.

5. Digitalisiertes
Digitale Tools sind oft effizienter, aber sie sollten zum persönlichen Arbeitsstil passen. Zum Beispiel: Digitaler Kalender auf dem Rechner oder dem Smartphone, digitale Notizen mit OneNote oder Kurznotizen-App, Aufgaben organisieren mit Outlook-Aufgaben bzw. To do. Welches ist Ihr nächster digitaler Schritt? 

Schaffen Sie sich Ihren Lieblings-Arbeitsplatz!

Viel Erfolg!

30.06.2026

Erntezeit: So bleibt das Büro gut organisiert

Wenn Hochsaison auf dem Feld ist, bleibt Büroarbeit oftmals liegen. Und genau dann sind Ordnung uns Struktur enorm hilfreich. Mit diesen Tipps bleibt die Büroarbeit gut organisiert und sie können bei der Rückkehr zum Schreibtisch sofort loslegen.

1. Sichtbare Notizen: Notieren Sie wichtige Büroaufgaben und Deadlines bereits vor der Ernte oder auch während der Ernte zwischendurch. So geht nichts verloren. Ein Notizblock auf dem Schreibtisch hilft, den Überblick zu behalten und ist auch für Familienmitglieder oder Büromitarbeitende sichtbar.

2. Vorsortieren statt Chaos: Stapeln Sie nicht alle unerledigte Post und Dokumente durcheinander auf Ihrem Schreibtisch. Sortieren Sie sie vorab in Kategorien wie Rechnungen, Behördenpost, Zeitschriften und Sonstiges. Nutzen Sie dafür Ihre Briefkörbe oder einen bestimmten Platz am Schreibtisch. So bleibt Ihr Arbeitsplatz ordentlich und einladend.

3. Prioritäten sichtbar kennzeichnen: Ergänzen Sie die vorsortierten Stapel aus Punkt 2 um eine einfache Priorisierung (z. B. „dringend“, „diese Woche“, „kann warten“). Ein farbiger Zettel oder eine kurze Markierung reicht aus. So wissen Sie nach der Ernte sofort, womit Sie beginnen sollten, ohne alles neu durchsehen zu müssen.

4. Digitale Aufgaben festhalten: Ergänzen Sie handschriftliche Notizen durch eine einfache digitale Liste auf dem Smartphone oder in der Cloud, auf die Sie mobil Zugriff haben. Halten Sie dort spontane Aufgaben oder Rückrufe fest, die während der Ernte anfallen. So bleiben auch unterwegs wichtige Punkte präsent und gehen nicht verloren.

5. Kurze Übergaben im Team nutzen: Wenn mehrere Personen im Büro mitarbeiten, planen Sie kurze Abstimmungen ein – auch während der Erntezeit. Notieren Sie, wer welche Aufgaben übernimmt oder bereits erledigt hat. Das verhindert Doppelarbeit und sorgt dafür, dass wichtige Fristen eingehalten werden.  

So finden Sie auch nach der Ernte einen klaren, gut vorbereiteten Arbeitsplatz vor, und können direkt loslegen. Das spart Zeit, Nerven und gibt Ihnen ein gutes Gefühl von Kontrolle im oft hektischen Betriebsalltag.  

Viel Erfolg!

 

Der leere Schreibtisch – Mythos oder machbar?

28.10.2026

Worauf also warten? Diese Tipps zum Thema Schreibtisch sind machbar und einfach umzusetzen. Erfolgserlebnis inbegriffen. Die Büroarbeit bekommt neuen Schwung und wird garantiert leichter, schneller und übersichtlicher. Die Zeitangaben geben Orientierung und sind abhängig von der Ausgangslage. 

  • Braucht etwas Zeit: Alles vom Schreibtisch räumen und die Arbeitsplatte einmal schön sauber wischen, um eine ganz neue, leuchtende Basis zu haben. Dann nur das auf den Schreibtisch zurückstellen, was täglich gebraucht wird. Alles andere wird woanders untergebracht, nach dem Grundsatz: Je seltener etwas genutzt wird, desto weiter weg kann es vom Arbeitsplatz liegen.
     
  • In ein paar Minuten machbar: Unnötige Dokumente aussortieren. Diese drei Kategorien helfen: dringend und sofort zu erledigen, wichtig und in den nächsten Tagen erledigen, kann weg und landet im Altpapier oder Schredder. Ziel ist es, vor allem die dritte Kategorie zu bedienen und alles was nicht wichtig ist und weg kann aus dem Arbeitsbereich zu schaffen. Zum Beispiel Werbung, alte Notizzettel, Prospekte und Informationen, die seit langem unangetastet auf dem Schreibtisch liegen. Prüfen Sie, ob diese Sachen wirklich wichtig sind – oder eben nicht.
     
  • In ein paar Minuten machbar: Behälter und Sammelboxen für Stifte und hilfreiche Utensilien verwenden oder alles in der oberen Schreibtischschublade unterbringen. Diese ist in der Regel dafür gemacht. Alle Hilfsmittel kurz prüfen, zum Beispiel: Funktionieren die Stifte, sind noch Sichthüllen da oder gibt es noch genügend Etiketten? Bei Bedarf nachkaufen.
     
  • Schnell gemacht: Notizbuch oder To-Do-Liste einsetzten, um die Aufgaben des Tages zu notieren. Ein einfacher Zettel kann ausreichen. So behalten Sie den Überblick und der Arbeitstag kann kommen, nichts wird vergessen. Nach Erledigung die Notiz durchstreichen, abhaken und schreddern. Vordrucke im Formularcenter - Sachgebiet Arbeitsplanung
     
  • Schnell gemacht: Nur Unterlagen für eine Aufgabe auf dem Tisch direkt vor sich liegen haben. Damit konzentrieren Sie sich auf diese eine Aufgabe und werden nicht abgelenkt. Multitasking kann auf Dauer zu negativem Stress führen. Weitere Aufgaben liegen etwas weiter weg auf dem Schreibtisch und warten, bis sie dran sind.

Halten Sie Ihren Schreibtisch immer schön übersichtlich, denn es ist sicher was dran, am Mythos, dass der leere Schreibtisch die Basis für erfolgreiche Büroarbeit und Unternehmensführung ist. Viel Erfolg!

Aufräumen nach 5 A – Wirkungen und Nebenwirkungen

28.10.2026

In vielen Agrarbüros ist der Winter „Aufräum-Zeit“. Die Außenarbeiten sind überwiegend abgeschlossen und es kehrt etwas Ruhe ein.

Damit ist Zeit für Arbeiten, die bisher immer liegen geblieben sind. Was im ersten Moment nach mühseliger ungeliebter Aufgabe klingt, ist in der Industrie schon lange eine anerkannte arbeitswissenschaftliche Methode für mehr Effizienz.

Es geht um die die sogenannte 5 A - Methode oder auch 5 S - Methode. Sie stammt ursprünglich aus Japan, ist aber inzwischen überall bekannt und kann sowohl im Produktionsbereich als auch im Bürobereich erfolgreich angewendet werden.

5 A steht für die 5 Aufgaben (Schritte)

  • Aussortieren,
  • Aufräumen,
  • Arbeitsplatz sauber halten,
  • Anordnung zur Regel machen
  • Alle Schritte wiederholt durchlaufen.

1. Aussortieren:
Beim ersten Schritt, dem Aussortieren, geht es darum, Gegenstände auszumachen, die am Arbeitsplatz nicht gebraucht werden. Für die Entscheidung, ob Gegenstände oder Dinge benötigt werden oder nicht, sind drei Fragen hilfreich:

  • Wir dieser Gegenstand gebraucht?
  • Wird er in dieser Menge gebraucht?
  • Sollte er an dieser Stelle sein?

Steht zum Beispiel in einem eher kleinen Büro der gesamte Papier-Vorrat im Regal und der Platz für Ordner ist schon knapp, könnte das Ergebnis nach den 3 Fragen sein: 2 Pakete werden in der Nähe des Druckers platziert. Die anderen kommen in den Schrank.

2. Aufräumen oder auch Anordnen: 
Im zweiten Schritt werden die Dinge so angeordnet und hingestellt, dass man damit effizient arbeiten kann. So ist die Preisliste in der Nähe des Telefons, um bei Anfragen schnell antworten zu können. Der Locher steht auf dem Schreibtisch, wenn er täglich gebraucht wird. Wenn er nur einmal pro Woche gebraucht wird, darf er auch in der Schreibtischschublade auf seinen Einsatz warten. Die Sichthüllen liegen in einer Stapelbox griffbereit auf oder neben dem Schreibtisch, wenn sie täglich zum Einsatz kommen.

3. Arbeitsplatz sauber halten:
Der dritte Schritt betrifft die Sauberkeit am Arbeitsplatz, wobei es um mehr geht, als nur das Saubermachen. Wenn geputzt wird kann gleichzeitig alles kontrolliert und wenn nötig repariert oder ersetzt werden. Nicht selten kommen beim Putzen auch neue Ideen.

4. Anordnung zur Regel machen: 
Der vierte Schritt ist die Standardisierung. Hier geht es darum, einmal getroffene Regelungen einzuhalten. Das macht Arbeitsschritte nachvollziehbar und erleichtert für alle die Zusammenarbeit. Wenn Sie zum Beispiel eine neue Stapelbox mit dem großen Schild „Posteingang“ an einer bestimmten Stelle platziert haben, sorgen Sie dafür, dass die Post auch immer hier hineingelegt wird. Vergisst jemand diese Regel, darf er freundlich erinnert werden. So werden nach und nach bestimmte Arbeitsabläufe standardisiert.

5. Alle Schritte wiederholt durchlaufen: 
Nun geht es darum, dass alle Beteiligten auch tatsächlich mitmachen und sich an die – im Idealfall gemeinsam getroffenen Regeln – zu halten. Farben, wie zum Beispiel farbige Ordnerrücken oder der knallrote Posteingangskorb, erleichtern dies. Auch eine schöne Beschriftung mit dem Labelmaker*[1] am Regal kann zeigen: „Hier kommen die Bestell-Kataloge hin!“

 

Hinweis: Die 5 A Methode hat mit Disziplin und Konsequenz zu tun, das sind nicht immer "Lieblingseigenschaften". Aber ganz ohne sie geht es nicht. Die beschriebene Methode ist mit Vorgaben und vielleicht immer mal wieder korrigierenden „Ermahnungen" verbunden. Aber eine gute Anregung für den Büro- und Betriebsalltag ist sie allemal. Probieren Sie es doch einfach bei Gelegenheit an einer kleinen Stelle aus. Nebenwirkungen wie AHA-Effekte, gutes Gefühl oder neue Ideen sind nicht ausgeschlossen.

5 S -Methode im REFA-Lexikon (REFA-Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e. V.)

 

[1] Labelmaker: kleines Gerät, mit dem Etiketten oder Schilder erstellt werden können